Projekte und Vorträge

Nach Abschluss der Sequenz "Das deutsche Kaiserreich" wurde den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8a die Aufgabe gestellt, Bismarcks Rolle bei der Reichsgründung, seinen Umgang mit der Sozialdemokratie bzw. seine Außenpolitik in einer Karikatur oder einem Comic darzustellen. Dabei sind u.a. folgende Arbeiten entstanden.


Elena


Josefine


Luis


Viviane


Maike

Klasse 8a - Schuljahr 2015/2016

Planspiel zur Gesetzgebung im Bayerischen Landtag im April 2014

Plenarsaal statt Schulbank

Ein rasanter Karriereschub für 45 Schüler unseres Gymnasiums: Bei einem Planspiel im April im Bayerischen Landtag in München schlüpften die Elftklässler für einen Tag in die Rolle von Politikern und verabschiedeten ein neues Gesetz zum Verbraucherschutz in Bayern. Dabei haben die Jugendlichen wie in der großen Politik in Ausschüssen, Fraktionen sowie im Plenum hitzig diskutiert und um Mehrheiten gerungen.

Ärgerlich lehnte sich der fiktive Fraktionsvorsitzende der SPD Ludwig Siebert über das Rednerpult im Plenarsaal des Maximilianeums und sagte: „Das ist ein Nackenschlag der Regierungspartei für die Opposition. Bei der CSU steht nicht das Wohl der Bürger im Vordergrund.“ Gegen diesen Vorwurf wehrte sich sein Kollege von der CSU Philipp Dittrich: „Bei uns steht sehr wohl der Verbraucherschutz im Fokus. Jedoch darf dafür nicht der Wirtschaftsstandort Bayern geschwächt werden.“ Ausgangspunkt für diese realitätsnahe politische Debatte der Jugendlichen war eine Gesetzesinitiative der SPD zur Stärkung des Verbraucherschutzes in Bayern, die unter anderem eine Aufstockung der Lebensmittelkontrolleure, höhere Bußgelder bei Verstößen sowie eine Kennzeichnung der Ergebnisse durch Smiley-Symbole vorsah.

Bereits zum dritten Mal nahm das Gymnasium Penzberg im Rahmen des Sozialkundeunterrichts beim Planspiel „Der Landtag sind wir!“ teil, das der Bayerische Landtag in Kooperation mit dem Centrum für angewandte Politikforschung der Universität München (CAP) veranstaltet. Bislang fand das Planspiel immer an unserem Gymnasium statt, doch dieses Mal hatten die Schüler die seltene Gelegenheit als einzige Schule in Oberbayern direkt am Originalschauplatz im Bayerischen Landtag die Stationen der Gesetzgebung nachzuspielen. „Man kann sich hier in der richtigen Kulisse sehr gut in seine Rolle hineinversetzen und das, was wir im Unterricht gelernt haben, viel besser nachvollziehen“, sagte Schülerin Esther Süskind, die als Landtagspräsidentin die Debatten im Plenum leitete. Insgesamt wird die politische Bildung am Gymnasium Penzberg laut Schulleiterin Margit Mintzel durch die Öffnung des Unterrichts gezielt gefördert. So war beispielsweise ebenfalls im April die CSU-Landtagsabgeordnete Mechthilde Wittmann zu Gast am Gymnasium. Sie diskutierte mit Schülern der zehnten und zwölften Klasse lebhaft über die anstehende Europawahl.

Die Nähe zur politischen Praxis spiegelte auch das Abstimmungsergebnis am Ende des Planspiel wider: Die CSU-Fraktion verabschiedete mit ihrer Regierungsmehrheit gegen die Stimmen der Opposition einen stark veränderten Gesetzesentwurf. Dieser sah zum Beispiel statt einer Aufstockung der Lebensmittelkontrolleure nur eine bessere Ausbildung derselben vor. „Die CSU kann machen, was sie will, weil sie die absolute Mehrheit hat. Sie kann bei einem Gesetz die SPD, die Freien Wähler und die Grünen einfach überstimmen“, bewertete Schülerin Clara Xylander das Ergebnis des Planspiels. Dass sie damit Recht hat, bestätigten zwei echte Landtagsabgeordnete von der Opposition, Nikolaus Kraus von den Freien Wählern und der Fraktionsvorsitzende der Grünen Ludwig Hartmann, die das Planspiel am Ende gemeinsam mit den Schülern auswerteten. So sagte Kraus, dass es anstrengend sei, sich als kleine Oppositionspartei gegen die CSU-Mehrheit zu behaupten. „Man bringt gute Ideen in den Landtag ein, diese verschwinden dann für ein bis zwei Jahre und tauchen dann mit neuem Fraktionslogo wieder auf“, ergänzte Hartmann von den Grünen. Wertvolle Impulse kann man laut Hartmann aber auch als Opposition setzen. Als Beispiel nannte er die Abschaffung der Studiengebühren.

Abschließend gab es ein großes Lob für die Gymnasiasten von Eva Feldmann-Wojtachnia, die für die CAP das Planspiel ganztägig betreute: „Ihr ward eine tolle Gruppe, die schnell die Tücken der Gesetzgebung durchschaut hat.“ Diesem Lob schließen sich die begleitenden Lehrkräfte Matthias Rahe, Michaela Wagner und Tanja Zimmermann nur zu gerne an.

Von Tanja Zimmermann

Jens Hase wurde 1970 im thüringischen Eisenach, nahe der hessischen Grenze, in der damaligen DDR geboren. Schon als Jugendlicher, geprägt von der systemkritischen Haltung seiner Eltern, merkte er immer mehr, dass er sich in diesem System nicht frei entfalten konnte. Während seine Geschwister und auch Eltern bereits Anträge auf ständige Ausreise gestellt haben, versuchte Hase weiter in der DDR zu leben, doch durch die Gängelungen im Privat- und Berufsleben reifte der Gedanke zunehmend in ihm, die DDR ebenfalls zu verlassen. 1989 floh er dann über die Prager Botschaft aus der DDR.

Über seine aufregende Flucht und den Tagen in der Prager Botschaft mit mehreren Tausend Flüchtlingen zusammen berichtete der Zeitzeuge Hase in einem jeweils 60 minütigen Vortrag für die 10. und 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Penzberg am 24.7.2013.

Weitere Informationen finden sich unter: zeitzeugenbuero.de.

Fächerübergreifende Projekte in G/Sk

Fächerübergreifendes Arbeiten und Lernen sind wichtige Bestandteile im bayerischen Lernplan. So ist z.B. am Gymnasium Penzberg in der 6. Jahrgangsstufe unter dem Leitfach Geschichte vorgesehen, die antike Welt der Griechen oder Römer in einem Projekt mit den Fächern Deutsch und Latein zu vertiefen.

Aber darüber hinaus ist die Fachschaft G/Sk bemüht, immer wieder gestalterische Elemente in den Unterricht einzubauen und mit Lehrplaninhalten aus anderen Fächern wie Deutsch, Religion oder Kunst zu vernetzen. So sind beispielsweise folgende Arbeiten entstanden:

  1. Durch die Bundeszentrale für politische Bildung prämiertes Projekt zum Thema: 1914/2014 – Gedenken und Erinnern in Penzberg (9. Jahrgangsstufe)
  2. Kreativarbeiten aus der Oberstufe zum Thema politische Lyrik/Prosa (Q12)
  3. Eine „Klatschzeitung“ zu Zeiten Caesars (6. Jahrgangsstufe)
  4. Lernen durch Lehren – Schüler lehren über den lokalen Widerstand während der NS-Zeit (Penzberger Mordnacht, Georg Elser, Geschwister Scholl, ….)


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