Am Montag, den 27. April 2026, besuchten die Q12 Deutschkurse von Frau Fischer und Herrn Palmberger gemeinsam eine Aufführung von Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug im Münchner Residenztheater. Der Theaterbesuch stand im Zusammenhang mit dem Deutschunterricht sowie dem länderübergreifenden Abiturthema 2026–2028 und bot die Möglichkeit, das im Unterricht behandelte Werk auf der Bühne zu erleben.

Bereits vor Beginn der Vorstellung nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer Einführung teil, die wichtige Hintergründe zu Werk, Figuren und Inszenierung vermittelte. Die Regisseurin Mateja Koležnik deutete Kleists Komödie modern und gesellschaftskritisch. Im Mittelpunkt stand weniger der humorvolle Gerichtsprozess als vielmehr die Frage nach Machtmissbrauch, Manipulation und Ungerechtigkeit. Besonders die Figur der Eve wurde stärker als selbstbestimmte Frau gezeigt, wodurch das Stück eine aktuelle Perspektive erhielt.

Die Inszenierung überzeugte durch eindrucksvolle schauspielerische Leistungen, eine düstere Bühnenatmosphäre und zahlreiche symbolische Elemente. Viele Schülerinnen und Schüler empfanden die moderne Darstellung zunächst ungewohnt, zugleich regte sie jedoch zum Nachdenken und zur Diskussion an. Vor allem die Themen Wahrheit, Schuld und Verantwortung wurden eindringlich herausgearbeitet.

Für die Vorbereitung auf das Abitur war der Theaterbesuch besonders wertvoll, da zentrale Aspekte des Dramas anschaulich erfahrbar wurden. Die Aufführung half dabei, Figurenkonstellationen, Konflikte und die Wirkung von Sprache und Inszenierung besser zu verstehen. Gleichzeitig zeigte sie, wie aktuell ein mehr als 200 Jahre altes Werk auch heute noch sein kann.

Melissa Fischer, StRin