• FACHSCHAFT DEUTSCH

Die Fachschaft Deutsch verwendet in den Jahrgangsstufen 5-7 als Lehrwerk “Deutsch kompetent” (Klett), in allen anderen Jahrgangsstufen das “Deutschbuch” (Cornelsen).

In allen Jahrgangsstufen ist zudem lehrplanmäßig die Lektüre von mindestens einer Ganzschrift vorgeschrieben; die Fachschaft achtet hierbei darauf, dass die Kosten hierfür in einem vertretbaren Rahmen bleiben.

Die Erstellung eines Schulaufgabenprogramms ist für jede Fachschaft verbindlich vorgesehen. Dabei werden für jede Jahrgangsstufe die verpflichtenden und die fakultativen Schreibformen festgelegt, die sich zum einen aus den Vorgaben des Lehrplans ergeben, zum anderen (ab der Mittelstufe) aus den Anforderungen der späteren schriftlichen Abiturprüfung.

Gemäß §22 GSO kann pro Fach höchstens eine Schulaufgabe durch andere gleichwertige Leistungsnachweise ersetzt werden. (Diktate und Grammatikübungen sind als Schulaufgabe nicht zulässig, wohl aber als Bestandteile von Stegreifaufgaben oder schulinternen Tests.) Die aktuellen Regelungen sind der folgenden Übersicht zu entnehmen. Die dort angegebenen Arbeitszeiten sind Richtwerte, die im Einzelfall über- oder unterschritten werden können.

AKTUALISIERTE ÜBERSICHT FÜR DAS SCHULJAHR 2020/21

Jgst. Zahl der Schulaufgaben/Tests verpflichtende Schreibformen
(die jeweils dritte/vierte Schreibform ist frei wählbar)
Arbeitszeit in Minuten
  5 4 SchA 1 Erzählung, 1 Bericht oder Beschreibung    45 – 60
  6 4 SchA 1 Erzählung, 1 Bericht oder Beschreibung    45 – 60
  7 4 SchA 1 Erzählung/Schilderung,
1 begründete Stellungnahme,
1 materialgestütztes Informieren
   45 – 70
  8 4 SchA, 1 Zusammenfassung eines literarischen Textes,
1 materialgestütztes Informieren,
1 lineare (steigernde) Erörterung
   60 – 90
  9 4 SchA, 1 Texterschließung (Erweiterte Inhaltsangabe),
1 materialgestütztes Informieren,
1 (antithetische) Erörterung
  90 – 120
 10 3 SchA 1 Texterschließung,
1 (antithetische) Erörterung
  90 – 140
 11 2 SchA gemäß Abitur-Prüfungsanforderungen
(mind. 2 unterschiedl. Aufgabenformate)
   ca. 200
 12 2 SchA gemäß Abitur-Prüfungsanforderungen
(mind. 2 unterschiedl. Aufgabenformate)
   ca. 200

Alljährlich werden im Fach Deutsch in den Jahrgangsstufen 6 und 8 (hier im Wechsel mit dem VERA-Test; s.u.) zentrale Jahrgangsstufentests abgehalten. Zu Beginn des Schuljahres geben diese Vergleichsarbeiten Hinweise auf spezifische Stärken und Schwächen der Schüler vor dem Hintergrund der landesweit erzielten Ergebnisse; dies erleichtert eine präzise Bestimmung der Lernsituation der Klasse wie der einzelnen Schüler, ermöglicht die Vereinbarung konkreter Ziele und unterstützt damit die weitere Arbeit während des Jahres.

Die Jahrgangsstufentests unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von den sonstigen schulischen Prüfungen: Sie werden zentral gestellt und am gleichen Tag in ganz Bayern von allen Schülern der Jahrgangsstufe mit derselben Arbeitszeit (je nach Fach zwischen 40 und 45 Minuten) geschrieben. Im Sinne einer bayernweiten Vergleichbarkeit sind die Korrekturvorschriften strikt vorgegeben. Am GYP wird das Ergebnis in Jgst. 6 als kleiner Leistungsnachweis (Stegreifaufgabe) gewertet, in Jgst. 8 ersetzt er zusammen mit einem schulinternen fachlichen Leistungstest eine Schulaufgabe. Im Schuljahr 2020/21 fielen die Jahrgangsstufentest der Pandemie zum Opfer.

In ihrem Erscheinungsbild weichen die Jahrgangsstufentests von typischen Schulaufgaben ab, da Elemente aus wissenschaftlichen Studien wie TIMSS und PISA, Tests an Universitäten und aus beruflichen Aufnahmeprüfungen übernommen wurden. Auf Grund ihres begrenzten Umfangs repräsentieren sie nicht alle Inhalte des jeweiligen Faches, sondern beschränken sich auf eine begrenzte Auswahl von Lerninhalten, die für ein aufbauendes Arbeiten über die Jahrgangsstufen hinweg unverzichtbar sind.

Genauere Informationen auf der Homepage des ISB:
http://www.isb.bayern.de/download/12046/flyer_elterninformationen_feb_2013.pdf

Der Name VERA steht für Vergleichsarbeiten, d.h. schriftliche Arbeiten in Form von Tests, die deutschlandweit und jahrgangsbezogen untersuchen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben. Von dieser Fokussierung erhofft man sich einen Unterricht, in dem anstelle von trägem Wissen, das Schülerinnen und Schüler nur zur Beantwortung von eng begrenzten und bekannten Aufgabenstellungen abrufen können, vernetztes Wissen entwickelt wird, das zur Bewältigung vielfältiger Probleme angewendet werden kann. In den Tests der Vergleichsarbeiten werden also nicht der gerade durchgenommene Unterrichtsstoff oder Inhalte des Curriculums abgefragt, sondern davon unter Umständen unabhängige Kompetenzstände: im Fach Deutsch der Kompetenzbereich Lesen, optional auch ZuhörenOrthografie oder Sprache und Sprachgebrauch untersuchen und Schreiben. In der Jgst. 8 wird VERA in Bayern im Fach Deutsch alle drei Jahre verpflichtend durchgeführt, aber nicht benotet.
Genauere Informationen zum VERA-Test auch im Internet unter http://www.iqb.hu-berlin.de/vera.

Wie alle anderen Lehrpläne weist auch der Fachlehrplan Deutsch für alle Jahrgangsstufen des Gymnasiums ein Grundwissen aus, das einen Kernbestand an fachlichem Wissen und Kompetenzen umfasst. Diesen Kernbestand dauerhaft zu festigen und nachhaltig zu machen, muss Ziel des gymnasialen Unterrichts sein. In mehreren Broschüren hat das ISB (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München) dieses Grundwissen zusammengestellt und auf seiner Homepage veröffentlicht: isb.bayern.de

Im Fach Deutsch erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:

in der Jahrgangsstufe 5:

  • mündliches Wiedergeben von Gehörtem und Gelesenem: sinnbetont vorlesen und vortragen
  • gestalterisches und informierendes Schreiben für sich und andere; folgerichtiges Aufbauen
  • grammatische Grundsystematik und -begriffe, grammatische Methoden wie Bestimmen und Austauschen sowie Regeln der Rechtschreibung und Zeichensetzung kennen und anwenden
  • einfache Gestaltungsprinzipien und Formelemente von Erzählung, Märchen und Sage sowie von Gedichten kennen: Erzähler, Erzählschritt; Strophe, Vers, Reim
  • Gelesenes vergegenwärtigen: Handlungsmuster von Märchen, Sage, Motive eines klassischen Jugendbuchs kennen
  • Benutzen von Hilfsmitteln: Sachbuch, Lexikon
    in der Jahrgangsstufe 6:

  • mündliches Wiedergeben von Gehörtem und Gelesenem: interpretierend vorlesen und vortragen
  • gestalterisches und informierendes Schreiben für sich und andere; sachlogisches Aufbauen, bewusster Einsatz erzähltechnischer und sprachlicher Mittel
  • grammatische Grundsystematik, zentrale Begriffe und grammatische Methoden kennen und anwenden, mit Rechtschreibung und Zeichensetzung vertraut sein
  • Gestaltungsprinzipien epischer Kleinformen und von Gedichten kennen: äußeres und inneres Geschehen, Erzähler und Erzähltes, Fabel; Metrum und Rhythmus
  • Gelesenes vergegenwärtigen: klassische Mythen und Motive eines Kinder- und Jugendbuchs kennen
  • Nutzen von Informationsquellen: Wörterbuch, Bibliothek, Internet
    in der Jahrgangsstufe7:

  • mündliches Wiedergeben von Gehörtem oder Gelesenem: gestaltend vorlesen und vortragen; thema- und partnergerecht miteinander sprechen; Regeln beachten; Kurzreferat
  • Zusammenfassen von Texten, einfaches Argumentieren, gestalterisches Schreiben
  • Beherrschen zentraler grammatischer Begriffe und Methoden, Sicherheit in Rechtschreibung und Zeichensetzung
  • Gestaltungsprinzipien von literarischen Formen kennen: Erzählung, Anekdote, Kurzgeschichte, Epos; Ballade, Metren; Szene, Dialog
  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: mittelalterliche Stoffe, klassische und moderne Jugendbücher kennen
    in der Jahrgangsstufe 8:

  • Techniken des Mitschreibens kennen und anwenden
  • nonverbale Signale einsetzen; unterschiedliche Präsentationstechniken anwenden
  • Inhaltsangaben und einfache Erörterungen schreiben; Tempus, Modus und Syntax stilistisch angemessen verwenden
  • Entwicklung des Wortschatzes: zwischen Erbwort, Lehnwort und Fremdwort unterscheiden
  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: vergleichbare Themen der Literatur des Barock und anderer Zeiträume kennen
  • Texte anhand allgemeiner Erschließungskategorien und literarischer Grundbegriffe erschließen: Innen- und Außenstandpunkt des Erzählers, Interaktion, Figurendarstellung und -konstellation, Motive des Handelns; Konflikt; Sonett
  • informierende Sachtexte verstehen
  • Tageszeitung, Boulevardblatt, Ressort, Schlagzeile, Impressum, Nachricht, Bericht, Reportage, Interview, Kommentar und Glosse kennen
    in der Jahrgangsstufe 9:

  • mündlich kommentieren und eigene Standpunkte begründen; Gespräche, Interviews und Diskussionen gestalten und reflektieren
  • erweiterte Inhaltsangaben und Erörterungen einfacher Fragen und Sachverhalte schreiben; sprachlich-stilistische Mittel der sachlichen Distanzierung, der Redewiedergabe und der Argumentation bewusst verwenden; korrekt zitieren
  • grammatische und stilistische Phänomene an einfachen Beispielen erläutern, Fachbegriffe verwenden; Sprach- und Stilebenen kennen; Wortbedeutung ermitteln, Begriffe definieren
  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: Themen ausgewählter Beispiele der Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart kennen
  • einfache Gestaltungsmittel von Texten kennen: Erzählverhalten, Metaphorik, Redeformen, lyrisches Ich
  • Präsentationsformen verwenden
    in der Jahrgangsstufe 10:

  • rhetorische Kenntnisse in der Praxis anwenden: Ergebnisse präsentieren, frei vortragen
  • literarische Texte erschließen, Sachtexte analysieren, auch im Vergleich; Erörterungen schreiben
  • ein Argumentationsgefüge ausgestalten; Modi differenziert gebrauchen; Zitiertechnik beherrschen; stilistische Mittel analysieren und bewusst einsetzen
  • ausgewählte Literatur des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie der Gegenwart kennen; leitende Ideen und epochentypische Gestaltungsmittel kennen; Figurenkonzeptionen, direkte und indirekte Charakterisierung, Dialogführung erfassen und für die Erschließung nutzen
  • perspektivische Vermittlung von Wirklichkeit in den Medien und Mittel ihrer Umsetzung erkennen

Das Penzberger Urmel

Im zweijährigen Turnus vergibt die Stadt Penzberg das „Penzberger Urmel“, einen Kinder- und Jugendliteraturpreis, benannt nach der berühmten Kinderbuchfigur des ebenso berühmten Penzberger Autors Max Kruse. Das Besondere dieses Preises ist, dass der Gewinner von einer Kinderjury ausgewählt wird. Flankierend erhalten die Penzberger Schulen die Möglichkeit, für Bücher aus der Vorschlagsliste Patenschaften zu übernehmen. Diese Gelegenheit nehmen regelmäßig auch Klassen des GYP wahr; sie beschäftigen sich im Deutschunterricht mit dem betreffenden Buch als Klassenlektüre und erarbeiten dazu eine künstlerische Präsentation (Film, Theaterszene, Song, Hörspiel, …), die dann auch zur öffentlichen Aufführung kommt.

Diese Aktionen sowie die Tatsache, dass der Urmel-Preis zu gleichen Teilen an Autor(in) und Illustrator(in) geht, erweitern den Blick auf das Buch und ermöglichen so eine noch intensivere Lektüre-Erfahrung der Schüler.

https://penzberg.de/stadtleben/kinder-jugend/penzberger-urmel/

Alljährlich im November/Dezember beteiligt sich die Fachschaft Deutsch mit den 6. Klassen am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels. Dabei wird die Ermittlung des Klassensiegers oft nicht nur als Lesetraining genutzt, sondern zur Buchvorstellungsrunde erweitert und somit aktive Leseförderung betrieben. Dies spiegelt sich auch in der Beteiligung von Stadtbücherei und örtlichem Buchhandel an der Auswahl des Schulsiegers wider, der sich nicht nur über Buchpreise freuen darf, sondern das GYP auch noch auf Kreisebene vertreten darf. Erfreulich in den letzten Jahren war, dass der Wettbewerb keine reine Mädchenveranstaltung mehr war und sich auch die Jungen als durchaus lesefreudig und konkurrenzfähig gezeigt haben.

Die Wettbewerbssieger stehen fest! Von wegen lesefaule Jugend! Es lag sicherlich nicht nur an vermehrter Langeweile während „Schule daheim“, dass sich so viele Schüler*innen von unserem Wettbewerb angesprochen fühlten, zum Buch griffen und ihre Leseeindrücke in einer Besprechung festhielten. Unter 23(!) Einsendungen musste sich die Jury entscheiden, was ihr angesichts der durchweg hohen Qualität enorm schwer fiel. Seht selbst…!

Die eingerichteten ,,Lesetipps”:

Jahrgangsstufe 5-6

Jahrgangsstufe 7-8

Jahrgangsstufe 9-10

Inhaltlich verantwortlich: Schulleitung Gymnasium Penzberg

Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2022

  • TERMINE

23.09.2022
Studienfahrt Q11 nach Sorrent
24.09.2022
Erasmus (Eisenstadt)
26.09.2022
Sommersportwoche 8.Klassen
26.09.2022
Schullandheim der 6. Klassen
30.09.2022
"Latein am See" 9. Jahrgangsstufe
  • BILD DES MONATS

Bild des Monats auf dem Gymnasium Penzberg
Schmuckblatt, Juli Köhnlein 7c