Auch in diesem Schuljahr fiel am Freitag vor den Osterferien in der Mensa des Gymnasiums Penzberg der Hammer: „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten geht dieses Osternest an die höchst bietende Klasse!“ So ersteigerten sich sieben Klassen bei der diesjährigen Osternestversteigerung in der ersten Pause ein Klassenosternest mit fair gehandelten Beigaben. Im Vorfeld spendeten die Schülerinnen und Schüler von ihrem eigenen Taschengeld anonym eine freiwillige Summe in die Klassenkasse. Durch diese Geste demonstrierten sie in der Fastenzeit einen eigenen Verzicht. Die von der Religionsgruppe der Klassen 9b und 9c durchgeführte Aktion bot aber nicht nur zum Ferieneinstieg ein abwechslungsreiches Spektakel in der Schulmensa, sondern diente vor allem einem guten Zweck: Der Unterstützung der Penzberger Partnerschaft Mãe Luíza. Das ist ein Armenviertel der Millionenstadt Natal im Nordosten Brasiliens.
Deswegen waren die Schülerinnen und Schüler von Gisela Matschl, Hauptansprechpartnerin der bereits seit 39 Jahren bestehenden Partnerschaft „Mãe Luíza/Natal e.V.“, im Rahmen des Religionsunterrichts durch einen lebendigen Bildervortrag über das Entwicklungshilfeprojekt informiert worden. Nicht nur die Rednerin versprühte dabei Optimismus, auch das von ihr vorgestellte Projekt zeugt davon, dass eine langjährige Partnerschaft Früchte trägt. Gegründet durch den Salesianer Padre Sabino Gentili, fördert vor allem das „Casa Crescer“ Kinder und Jugendliche des Vororts von klein auf. In der kostenlosen Einrichtung erhalten sie schulische, spielerische und musikalische Förderangebote, um sie über ihre Bildung so zu stärken, dass sie später einmal auf eigenen Beinen stehen können.
Bei der Versteigerung der Schüler kam die stolze Summe von 1134€ zusammen. Diese Entwicklungshilfe soll nicht als bloßes Almosengeben verstanden werden, sondern als „Hilfe zur Selbsthilfe“, bei der man die Potentiale vor Ort erkennt und Menschen dahingehend unterstützt.
Für die Fachschaften Religion und Ethik: StRin Anne Dettl





