Alle Wege führen bekanntlich nach Rom, so auch der unsrige, und das nach zwölf Stunden Busfahrt und Schlafdefizit. Einige Klischees bewahrheiteten sich auf dieser Fahrt, wir aßen zum Beispiel wirklich jeden Tag Nudeln, zwischendurch gabs auch mal Pizza. Naja, hervorragend wars auf jeden Fall.

Am 21. September ging es am Abend für 27 Schüler und 3 Lehrkräfte auf nach Rom. Nach 12 Stunden kamen wir bei einem Supermarkt an, um die Grundausstattung für die Woche zu kaufen – sprich 3 Kilo Nudeln und Tomatensoße. Anschließend ging es direkt weiter zur ersten Sehenswürdigkeit und zwar nach Ostia Antica. Wir bestaunten die archäologische Stätte den restlichen Vormittag, bis wir dann verschwitzt am Campingplatz ankamen. Jeweils zu Viert richteten wir uns in den kleinen Bungalows ein. Nach dem Mittagessen ging es für viele direkt mit Bademütze an den Pool, denn die Hitze machte uns allen zu schaffen. Andere nahmen die 40 Minuten Fußweg auf sich und besuchten das Meer. Zusammen ließen wir den Abend ausklingen, doch wir waren alle schon früh im Bett, denn der erste Tag war etwas anstrengender als gedacht.

Am Montagmorgen ging es nach dem Frühstück los zum Colosseum, welches wir erst von außen und anschließend von innen bewunderten. Der nächste Programmpunkt war das Forum Romanum, das eine beindruckende Aussicht bot. Bevor wir uns aufteilten, um uns eine Kleinigkeit fürs Mittagessen zu suchen, betrachteten wir die Wiese, die einst der Circus Maximus, der Lieblingsort der Römer, gewesen sein soll. Der Treffpunkt am Nachmittag bei Santa Maria Maggiore war nicht für alle problemlos zu erreichen, denn eine riesige Demo und der Zugstreik an diesem Tag sorgten bei einigen für Verspätung. Mit der Metro und dem Bus kehrten wir nachmittags zusammen zurück zum Campingplatz, wo wir unser Abendessen kochten. Auf der Terrasse der Bungalows tranken wir bei Musik noch das ein oder andere Spaßgetränk, bis wir zufrieden schlafen gingen.

Dienstag überquerten wir die Staatsgrenze und erkundeten den Vatikan. Mit großen Augen betrachteten wir den atemberaubenden Petersdom, nach einigen Komplikationen bekamen auch wir die Tickets, um die Kuppel der Basilika zu besteigen. So machten wir uns motiviert auf, die 551 Stufen Richtung Himmel zu steigen. Schnell merkten einige, dass sie ganz schön ins Schwitzen kommen, daher waren wir umso glücklicher, als wir den höchsten begehbaren Punkt der Kirche erreichten. Unten wieder angekommen, hatten wir nicht nur zittrige Knie, sondern auch das Gefühl der Ehrfurcht. Ja, der Petersdom war für viele ein absolutes Highlight. Weiter ging es mit dem Pantheon und der Piazza Navona, bevor das offizielle Programm beendet worden war und einige noch in Rom blieben. Der restliche Tag hatte noch etwas Action für manche Schüler vorgesehen: eine aufregende Suche nach dem vermeintlich geklauten Handy – es lag in der Eisdiele und wurde zum Glück wieder gefunden – und der 30minütige Spaziergang im strömenden Regen, bei Donner und Blitzen vom Bahnhof bis zum Campingplatz.

Wer Mittwoch morgens noch müde war, der wurde spätestens aufgeweckt, als wir in den Katakomben Roms die Überbleibsel der Verstorbenen betrachteten. Vorgewarnt wurden wir, aber niemand hätte uns auf diese Anblicke vorbereiten können. Der Tourguide erzählte uns alles Wissenswerte und ließ keine Frage offen, zum Glück kannte er sich in diesen 17 unterirdischen Kilometern aus, sonst hätten es vermutlich nicht alle wieder heraus geschafft… Nahtlos ging es weiter zur Basilika San Giovanni in Laterano, die uns vor dem starken Regen schützte. Die Regenwolken zogen weiter und so machten auch wir uns auf den Weg zur Spanische Treppe und anschließend zum Trevibrunnen. Sehr viele Menschen hatten anscheinend denselben Plan, denn es war ganz schön was los. Trotz alldem überlegten wir uns unseren größten Wunsch und warfen die Münze über die Schulter rein ins Wasser.

Viele Schülerinnen und Schüler – und auch die Lehrer – freuten sich auf den Donnerstag, denn es war unser freier Tag. So nutzen manche den Morgen zum Ausschlafen, andere gingen ans Meer oder fuhren wieder in die Innenstadt von Rom. Wir machten uns mit Herrn Hain und Frau Sonner erneut auf zum Vatikan, um die Papstgräber unter dem Petersdom zu besichtigen. Diese waren zwar interessant, aber das eigentliche Highlight des Tages war der deutsche Friedhof, den wir im Anschluss aufsuchten. Ganz anders als der Petersdom war dieser exklusive Friedhof klein und ruhig mit nur sehr wenigen Besuchern. Nachmittags machten sich viele auf den Weg, ein paar Einkäufe zu tätigen und sich um Mitbringsel zu bemühen. Doch schon bald kehrten alle zurück zum Campingplatz, um das gemeinsame Abendessen vorzubereiten. Jeder Bungalow bereitete einen Teil des Essens vor, in der Mitte des Weges rückten wir Stühle und Tische zusammen, um den letzten Abend zusammen zu verbringen. So schön die Stimmung auch war, waren wir insgeheim auch ein wenig traurig, denn die Studienfahrt war doch so schnell vorübergegangen.

Freitagmorgen ging es dann ans Aufräumen und Packen und nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Rom. Im Bus holten wir einige Stunden Schlaf nach, bis wir dann nach circa 12 Stunden in Penzberg ankamen.

Ein Herzliches Dankeschön an Frau Sonner, Herrn Süß und Herrn Hain, die uns eine Woche durch Rom geführt haben. Wir werden diese Studienfahrt immer schön in Erinnerung behalten!

Kathi Zach, Q12