Kunst, Musik, Kuchen – was könnte sich die menschliche Seele mehr wünschen?

Diese Genüsslichkeiten boten sich Ende Februar im Gymnasium Penzberg. Die Kunstausstellung, organisiert von den Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Kunst der Q13, unterstützt von der Fachschaft Kunst, verwandelte die Schule in einen lebendigen Ort voller kreativer Selbstinitiative. Einen Catering-Service suchte man vergeblich, denn die reich bestückte Kuchentheke wurde von den Schülerinnen und Schülern der Q12 organisiert. Dank zahlreicher Leckermäuler kam dabei eine beachtliche Summe für den Abiball zusammen.

Jedoch war der Kuchen (so lecker er auch war) nicht das, was an diesem Abend im Mittelpunkt stand – es war natürlich die Kunst. Und was für eine Flut an Kunst es doch war! Zwei Kunst-Leistungsku   rse, das W-Seminar „Ästhetisches Forschen“, der Wahlkurs „Extended Reality“, das P-Seminar „Schulhausgestaltung“, grundlegende Kunstkurse, das Profilfach Fotografie, die 10. und 11. Jahrgangsstufe sowie die Schüler, die das Leitfach Kunst in der Wissenschaftswoche belegt hatten, präsentierten ihre Arbeiten und die Vorsiegerentwürfe für das neue Leitbild des Gymnasiums wurden erstmals ausgestellt.

Diese Bandbreite an Projekten zeigte einmal mehr, wie lebendig das Gymnasium Penzberg ist. Da die Mensa allein nicht ausreichte, wurde auch die B-Bau-Aula, der 1. Stock des B-Baus und die C-Bau-Aula zur Ausstellungsfläche. In der Mensa waren die Werke der Q13-Schülerinnen und -Schüler zu sehen, die Kunst als Leistungsfach gewählt haben und darin ihre schriftliche Abiturprüfung ablegen.

Jede Pinnwand war individuell mit Werken aus dem Unterricht bestückt und durch außerhalb der Schule entstandene Arbeiten ergänzt, was den persönlichen Zugang jedes Schülers zu seiner Kunst zeigte. Zwischen lebensgroßen Tonköpfen z.B. mit Irokesen aus Pfeifenputzern, Gemälden von exzentrischen Omas in bunten Badeanzügen und einem 1,70 Meter hohen, genähten Nasenspray gab es viel zu entdecken. Auch technisch ist das Gymnasium sehr gut aufgestellt. Über digital an iPads modellierte und gedruckte Kristalle konnte man ebenso staunen wie über eine virtuelle Inselwelt, die der Wahlkurs „Extended Reality“ erstellt hatte.

Die Projekte des W-Seminars „Ästhetisches Forschen“ waren im C-Bau zu sehen. Dabei reichten die Schülerinnen und Schüler nicht nur eine schriftliche Arbeit ein, sondern auch ein eigenständiges künstlerisches Werk. Die Ergebnisse beeindruckten: eine aus Müll rekonstruierte Statue Michelangelos mit Volleyballteilen als Hinterteil, ein zu einem Schreibtisch umgebautes Klavier, ein selbst geschriebenes und illustriertes Bilderbuch über eine Reise in den eigenen Kopf und vieles mehr.

Die Künstlerinnen und Künstler standen jederzeit für Fragen bereit und gaben gerne Einblicke in ihre Arbeitsprozesse. Lässig untermalt wurde die entspannte Atmosphäre durch Jazz und Housemusik im Hintergrund.

Für die Schülerinnen und Schüler war es ein besonderes Erlebnis, all ihre Werke gebündelt zu sehen und zu erkennen, wie viel sie in den vergangenen Jahren geschaffen haben, und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher füllten das Schulhaus. Insgesamt war es ein rundum gelungener Abend, der die Kreativität und gemeinsames wie auch individuelles Engagement in allen Ehren hielt.

 

Matilda Schäfer Q13