„Hair is everything!“, sagt Fleabag in der gleichnamigen Serie, und nach unserer Exkursion zur Ausstellung „HAAR-MACHT-LUST“ in der Kunsthalle München am 26. März 2026 können wir nur sagen: Sie hat absolut recht.
Im Unterricht hatte uns das Thema Haare bereits über einen längeren Zeitraum begleitet, indem wir uns in verschiedenen praktischen und theoretischen Arbeiten intensiv mit seiner ästhetischen und symbolischen Bedeutung auseinandergesetzt hatten. Die Exkursion bot daher einen schönen thematischen wie auch generellen Abschluss, da für uns bald das Abitur ansteht.
Die Ausstellung zeigt eine breite Vielfalt an Kunstobjekten; neben historischen Objekten wie Teetassen mit integriertem Schnurrbartschutz gab es auch eher ungewöhnliche Werke zu entdecken, etwa eine Krawatte aus einem geflochtenen Zopf. Hinzu kamen großformatige Wandteppiche, Skulpturen, dokumentierte Performances und provokante Werbeplakate. „HAAR-MACHT-LUST“ lädt zum Schmunzeln und zum Nachdenken ein; es gibt Historisches, Lustiges und Schönes. Die Ausstellung ist so abwechslungsreich wie unsere Haare selbst. Besonders spannend war zu erkennen, wie stark Haare mit Themen wie Identität, Macht, Schönheit und gesellschaftlichen Normen verknüpft sind. Je nach Epoche und kulturellem Kontext konnten Frisuren Zugehörigkeit ausdrücken, Status symbolisieren, Ausdruck von Persönlichkeit sein oder sogar als politisches Statement verstanden werden. Die Ausstellung hat uns gezeigt, dass es sich lohnt, scheinbar Alltägliches genauer zu betrachten, und der Besuch der Hypo-Kunsthalle hat uns viel Freude bereitet.
Matilda Schäfer, Q13
Nach einer Mittagspause mit leckeren Burgern bei „Hans im Glück“ suchten wir die Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf. Derzeit wird diese unter dem Titel „Mix & Match“ neu präsentiert. Unterschiedliche Epochen und Medien werden bewusst nicht chronologisch gezeigt, sondern thematisch miteinander in Beziehung gesetzt. Es war daher für uns nicht leicht, passende Werke zu den Kunstströmungen von 1900 bis zur zeitgenössischen Kunst zu finden, an denen wir in Kurzvorträgen die Zusammenhänge in der Entwicklung der Kunstgeschichte veranschaulichen konnten, z. B. wie sich aus Tendenzen der Klassischen Moderne wie dem Expressionismus, der durch intensive Farbgebung und subjektiven Ausdruck geprägt ist, dem Kubismus, der Formen in geometrische Strukturen zerlegt, oder dem Surrealismus, der sich mit Traumwelten und dem Unbewussten auseinandersetzt, eine malerische Position wie die von Max Beckmann entwickelte. Seine Werke zeichnen sich durch eine expressive, oft stark verzerrte Darstellung von Figuren sowie eine symbolhafte Bildsprache aus. Typisch ist zudem die klare Gliederung der Bildfläche und die Verwendung kräftiger, kontrastreicher Farben. Anhand eines seiner Triptychen ließ sich besonders gut nachvollziehen, wie sich seine Malerei von einer rein naturalistischen Darstellung entfernte und stattdessen innere Zustände sowie gesellschaftliche Spannungen zum Ausdruck bringt.
Im Hinblick auf das bevorstehende Kunstabitur erwies sich auch dieser Teil der Exkursion, in dem wir zentrale Merkmale der Stilrichtungen direkt an Originalwerken nachvollziehen konnten, als sehr gewinnbringend.
Rosemarie Zach, Q13





